„Big is beautiful“ gilt nicht immer. Die Städte Troisdorf mit 77.000 und Ludwigsburg mit 93.000 Einwohnern illustrieren das am besten: Sie sind die Gewinner im „GMA-Städteranking Einzelhandel 2017“, das mit unserer Unterstützung entstanden ist. NRW und Baden-Württemberg liegen dabei vorne.

Gold- und Silberrang fallen nicht zufällig auf Städte aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Gleich neun Mittelstädte der „Top 20“ liegen in Baden‐Württemberg und sechs in Nordrhein‐Westfalen (siehe Tabelle). Aber nicht nur dort gibt es noch viel Potenzial: „Das faktenbasierte GMA-Städteranking belegt eindrucksvoll, dass viele Grund‐ und Mittelzentren hochattraktive Einzelhandelsstandorte sind, die bei Investoren, Projektentwicklern und Händlern keinesfalls hinten anstehen müssen“, erläutert GMA-Geschäftsführer Dr. Stefan Holl.

Für Helmut Jagdfeld, Geschäftsführer der DI‐Gruppe, bestätigt sich damit auch wissenschaftlich fundiert die jahrelange Expertise der Dürener Einzelhandels‐Spezialisten: „Mittelstädte sind das Herz unseres Landes. Hier spielt das Leben, höchst vital und vielfältig. Sie als Handelsstandorte angesichts großer Herausforderungen wie etwa dem Online‐Handel zu stärken, ist unser tägliches Brot.“

Die Gesellschaft für Markt‐ und Absatzforschung mbH (GMA) hat in ihrer Studie den Fokus auf 209 deutsche Mittelstädte zwischen 40.000 und 120.000 Einwohner gelegt. Denn sie sind dem Druck des wachsenden E‐Commerce ganz besonders ausgesetzt und stehen im Wettbewerb mit Groß‐ und Kleinstädten vor der Herausforderung, sich als Angebots‐ und Wohnstandort strategisch zu positionieren. Dabei hat die GMA elf verschiedene Parameter, die vor allem für Gastronomie und Einzelhandel relevant sind, in eine Reihenfolge gebracht, um Stärken und Schwächen aufzuzeigen. In einer Zusammenschau wurden sodann alle Bewertungen gewichtet, addiert und eine Gesamtrangfolge ermittelt. Dabei kristallisierten sich folgende fünf Eckpunkte als zentral für die Attraktivität deutscher Mittelstädte heraus:

1. Einwohnerentwicklung
2. Kaufkraftentwicklung
3. Einzugsgebiet
4. Zentralität und
5. Mietpreisniveau.

Stimmen diese fünf Eckpunkte, sind Mittelstädte attraktive Investitionsstandorte. „Die Studie zeigt klar, dass ein Blick in die zweite Reihe hinter den Großstädten lohnt – vielfach haben sich die Mittelstädte vorteilhaft entwickelt“, so GMA‐Geschäftsführer Holl. Entscheider und Verantwortungsträger vor Ort erhalten oftmals zwar direkte Rückmeldungen und Verbesserungshinweise von Händler‐ und Bürgerschaft. Regelmäßig fehlen jedoch verlässliche Daten zur Einordnung. Diese Lücke wird mit dem „GMA-Städteranking Einzelhandel 2017“ wieder geschlossen.

„Praktiker“ Helmut Jagdfeld bringt es für die DI-Gruppe auf den Punkt: „Ein frühzeitiges Miteinander aller Beteiligten vor Ort ist die Basis einer positiven Handelsentwicklung, von der alle profitieren. Wir sehen in den Mittelstädten eine große Chance, sie mit unseren Ideen und Erfahrungen als Handelsstandort zu stärken. Stellen wir den Handel also wieder vom Kopf auf die Füße – und entwickeln Konzepte für den Bedarf in Mittelstädten!“

Die Studie „GMA-Städteranking Einzelhandel 2017“ gibt es hier als Download.