Nachhaltiges Management

Wie definiert die DI-Gruppe nachhaltiges Management?

Helmut Jagdfeld: Wir wollen eine Immobilie nicht nur kurzfristig zum wirtschaftlichen Erfolg führen, sondern viele Stellschrauben in der Gegenwart richtig setzen, damit der Eigentümer auch auf lange Sicht seine Freude am Objekt hat. Kurzfristige Gewinnmaximierung auf Kosten der Substanz ist mit uns nicht zu machen.

Benedikt Jagdfeld: Nachhaltigkeit heißt für uns, eine Immobilie ganzheitlich zu betrachten: Ist sie technisch auf dem neuesten Stand? Wo kann erneuerbare Energie zum Einsatz kommen? Ist die Finanzierung aktuell, oder wie können wir vom aktuellen Zinsniveau profitieren? Haben sich die steuerlichen Bedingungen geändert und müssen optimiert werden? Wir haben immer alle Facetten einer Immobilie im Fokus. Und da wir alle erforderlichen Dienstleistungen inhouse abbilden, können wir auch sicherstellen, dass es gut wird und bleibt

Was heißt das konkret?

Maximilian Jagdfeld: Nehmen wir das Hotel ADLON (LINK ADLON) , das wir vor über 20 Jahren entwickelt und realisiert haben und weiterhin managen. Als wir 1994 mit der Entwicklung begannen und das Grundstück kauften, wurden wir teils belächelt. Direkt an Mauer und Stacheldraht im fernen Osten der Republik ein mondänes Luxushotel zu bauen, noch dazu im historischen Gewand – das konnten sich nur wenige vorstellen. Heute liegt es im Herzen der Stadt, ist das berühmteste Hotel Deutschlands…

Benedikt Jagdfeld: … und erwirtschaftet eine hervorragende Rendite von jetzt fast 4% und ab 2017 fast 5%, die ausgeschüttet und reinvestiert wird, damit das Haus top bleibt. Der Wert des Grundstücks hat sich von 1994 bis 2016 um sagenhafte 800% gesteigert – auf 50.000 Euro/m². Und die langfristige Finanzierung konnten wir gerade jüngst neu vereinbaren, im historischen niedrigen Zinsumfeld. Nach vergleichbar guten Zahlen muss man lange suchen.

Und wie funktioniert nachhaltiges Management bei Ihren Shopping Centern?

Helmut Jagdfeld: Anders und ähnlich zugleich. Als wir das Hamburger CityCenter Bergedorf (CCB LINK) 2007 übernahmen, hatte es mit seinen 17.000 m² Verkaufsfläche, vernachlässigter Substanz und problematischer Mieterstruktur erhebliche Schwierigkeiten. Wir haben alles auf den Prüfstand gestellt. Der Eigentümer, ein internationaler institutioneller Investor, ist unseren Überlegungen gefolgt und hat in Bestand wie Erweiterung erheblich investiert.

Mit Erfolg?

Helmut Jagdfeld: Heute ist das CCB fast doppelt so groß – eine moderne Mall mit attraktiven Mietern und Kunden, weil unsere Konzepte aufgegangen sind. So konnten wir in den letzten fünf Jahren die Kundenfrequenzen um deutlich mehr als 20% steigern – eine sehr beachtliche Zahl in Zeiten des wachsenden Online-Handels. Den Wert des Objektes CCB, soviel kann ich verraten, haben wir binnen weniger Jahre vervielfacht.

Wie gehen Sie an Ihre Office-Immobilien heran?

Helmut Jagdfeld: Mit der gleichen Philosophie, übrigens auch bei unseren Wohn-Immobilien. Und der Erfolg gibt uns ebenso dort Recht. Die Asset-Klasse mag zwar verschieden sein, aber wenn unsere Büro-Immobilien zu mindestens 95% und damit de facto vollvermietet sind, dann machen wir schon viel richtig. Gleiches gilt für die von uns gemanagten Wohnanlagen, bei denen die Vermietungsquoten sogar noch leicht höher sind – übrigens über praktisch alle Lagen und Standorte hinweg.

Benedikt Jagdfeld: Nachhaltiges Wirtschaften schafft nachhaltige Erträge. Das haben wir schon so praktiziert, als es den Begriff noch gar nicht gab. Das erfordert mitunter auch Ruhe und Gelassenheit in turbulenten Zeiten, die börsennotierte oder von Managern geleitete Unternehmen oft nicht haben. Als mittelständischer Familienbetrieb haben wir sie seit über 35 Jahren. Auch das ist nachhaltiges Management.

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