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DI-Gruppe Benedikt Jagdfeld, Inhaber und Geschäftsführer

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Interviews

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Unsere Geschäftsführung beantwortet zentrale Fragen zur DI-Unternehmensphilosophie.

Maßnehmen ist bei uns Chefsache

Die Standardisierung ist auch in der Immobilien-Wirtschaft nicht mehr aufzuhalten. Warum die DI-Gruppe indes bewusst beim individuellen Maßanzug bleibt, erläutert Benedikt Jagdfeld, Eigentümer der DI-Gruppe.

Maßanzug statt von der Stange – wie halten Sie dieses Versprechen ein?

Indem wir uns zunächst mit jedem Kunden persönlich zusammensetzen, um zu erfahren, was er genau will und womit wir ihm helfen können. Das ist bei einem neuen Shopping Center naturgemäß etwas anderes als beim Refurbishment eines Fachmarktzentrums. Bei Büros, Hotels und Wohnanlagen sind die Dinge wiederum verschieden.

Wie funktioniert das Maßnehmen denn genau?

Gemeinsam mit der Geschäftsführung nimmt unser erfahrenes Experten-Team von etwa 200 Spezialistinnen und Spezialisten, die alle relevanten Felder abdecken, eine grundlegende Einordnung des Projektes vor. Von Architekten und Asset-Managern über Immobilien-Verwalter und Gebäudetechniker bis hin zu Vermietungs-, IT-, Marketing- und Finanzspezialisten können wir alles inhouse abbilden. Darauf sind wir sehr stolz, denn das macht den Unterschied zu vielen Wettbewerbern aus und spiegelt sich in der guten Qualität der Ergebnisse wieder.

Können Sie drei Beispiele nennen…

Wir haben das Hotel Adlon in Berlin, das City Center Bergedorf in Hamburg und das Büro-Ensemble Spreebogen Plaza in Berlin entwickelt, realisiert und managen sie. Und so verschieden die Objekte auch sind, unter Fachleuten besteht kein Zweifel, dass sie alle eines gemeinsam haben: Sie sind Top-Immobilien ihrer Asset-Klasse.

…von den über 800 Objekten im Wert von mehr als 5 Mrd. Euro, die Sie in den letzten 40 Jahren realisiert haben?

… was in der Tat eine sehr ordentliche Zahl für ein mittelständisches Familienunternehmen ist. Gerade weil wir diese große, generationsübergeifende Erfahrung haben, wissen wir, dass es keine Passepartouts für Immobilien gibt, wenn man es gut machen will. Davon profitieren natürlich unsere Kunden.

Was hat der Kunde denn genau davon, wenn Sie individuell Maß nehmen?

Er bekommt einen Maßanzug, der die richtige Größe und Güte hat. Versehen mit unseren Markenzeichen: effiziente Entwicklung und wertsteigerndes Management. Der Anzug bleibt lange in Top-Form, und wenn er nach vielen Jahren aufgearbeitet werden muss, dann machen wir das mit der gleichen Hingabe und Zuverlässigkeit wie am Anfang. Wir kümmern uns von A bis Z über den gesamten Lebenszyklus und alle Wertschöpfungsstufen um das Objekt unseres Kunden.

Wenn Sie individuell Maß nehmen, sind Sie dann teurer als die Konkurrenz?

Könnte man denken, sind wir aber nicht. Denn mit der gleichen Effizienz, mit der wir für unsere Kunden da sind, arbeiten wir natürlich auch intern. Hier kennt jeder jeden, oft sehr lange und aus vielen gemeinsamen Projekten. Da geht vieles wortlos Hand in Hand, da wird angepackt, statt lange Vermerke zu schreiben. Dank weniger und flacher Hierarchien sind wir schlanker und agieren schneller. Die Wege sind viel kürzer, nicht zuletzt in die Geschäftsleitung.

Starke Flexibilität in der DI-Gruppe

Flexibilität und Schnelligkeit werden immer wichtiger. Welche Rolle sie für die DI-Gruppe spielen und wie deren „Quadratur des Kreises“ gelingen kann, erläutert Benedikt Jagdfeld, Eigentümer der DI-Gruppe.

Flexibilität und Schnelligkeit sind für Sie das A und O. Was heißt das konkret?

Das bedeutet, dass das Anliegen unseres Kunden im Zweifel direkt auf den Tischen der Geschäftsführung landet. Während unsere teils deutlich größeren Wettbewerber erstmal ihre interne Hierarchie in Gang setzen müssen, sind unsere Vorgänge oft schon unterschriftsreif. Wir sind schneller und flexibler, weil die Wege kürzer sind und wir eingespielte Experten-Teams haben. Wir wissen, dass Zeit ein knappes Gut ist und Geld kostet.

Also telefoniere ich als Investor oder Family Office, der etwa eine Handelsimmobilie bauen lassen will, direkt mit Ihnen?

Selbstverständlich, und sicher mehr als einmal. Bei Shopping Centern oder Fachmarktzentren geht ohne Flexibilität gar nichts mehr. Das betrifft natürlich die Mieter, die in Zeiten des rasanten Wandels durch den Online-Handel viel schneller als früher handeln können müssen. Da sprechen wir heute in einem viel engeren Takt über neue Store-Konzepte und gehen von uns aus auf die Mieter zu. Auch spielen Positionierung und Lage im Center eine immer größere Rolle. Mit unserem LIMBIC® RETAIL MANAGEMENT können wir unseren Kunden den entscheidenden Vorsprung sichern, der schlussendlich über Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann.

Wie profitiert ein professioneller Investor von der Flexibilität der DI-Gruppe?

Auch hier bieten wir natürlich den direkten Draht in die Geschäftsführung an. Und zusätzlich zu den üblichen Reportings, die allen Standards mehr als nur genügen, suchen wir auch hier aktiv den Weg zum Kunden: Passt die Positionierung des Centers noch, oder bedarf es einer Neuausrichtung? Wo machen welche Investitionen Sinn, oder reden wir besser über Umnutzung oder den Exit zum richtigen Zeitpunkt? Darüber beraten wir mit unseren Kunden lieber zu früh als zu spät.

Ist das nicht die Quadratur des Kreises? Mieter und Investoren haben doch unterschiedliche Interessen!

Nur auf den ersten Blick. Die Interessen sind im Idealfall tatsächlich gleichlaufend, denn alle drei Seiten – Investor, Mieter und Kunde – wollen ihr Geschäft machen. Da kommen wir als DI-Gruppe ins Spiel, denn wir sind der erfolgreiche Mittler und Organisator der verschiedenen Bedürfnisse. Es ist die hohe Kunst, sie von Fall zu Fall zu betrachten und zugleich in die Komposition des Ganzen einzufügen, so dass das Räderwerk reibungslos funktioniert. Das gelingt uns schon über sehr viele Jahre, die erfolgreiche Revitalisierung eingeschlossen. Das „Forum Köpenick“ oder das „Teck-Center“ sind da nur zwei Beispiele.

Nachhaltiges Management

Nachhaltigkeit wird zu einem immer wichtigeren Thema in der Immobilien-Branche. Wie wir es schaffen unsere Objekte nachhaltig zu managen, erklärt Benedikt Jagdfeld, Eigentümer der DI-Gruppe.

Wie definiert die DI-Gruppe nachhaltiges Management?

Wir wollen eine Immobilie nicht nur kurzfristig zum wirtschaftlichen Erfolg führen, sondern viele Stellschrauben in der Gegenwart richtig setzen, damit der Eigentümer auch auf lange Sicht seine Freude am Objekt hat. Kurzfristige Gewinnmaximierung auf Kosten der Substanz ist mit uns nicht zu machen.

Nachhaltigkeit heißt für uns, eine Immobilie ganzheitlich zu betrachten: Ist sie technisch auf dem neusten Stand? Wo kann erneuerbare Energie zum Einsatz kommen? Ist die Finanzierung aktuell oder wie können wir vom aktuellen Zinsniveau profitieren? Haben sich die steuerlichen Bedingungen geändert und müssen optimiert werden? Wir haben immer alle Facetten einer Immobilie im Blick. Und da wir alle erforderlichen Dienstleistungen inhouse abbilden, können wir auch sicherstellen, dass es gut wird und bleibt.

Was heißt das konkret?

Nehmen wir das Hotel ADLON, das wir vor über 20 Jahren entwickelt und realisiert haben und weiterhin managen. Als wir 1994 mit der Entwicklung begannen und das Grundstück kauften, wurden wir teils belächelt. Direkt an Mauer und Stacheldraht im fernen Osten der Republik ein mondänes Luxushotel zu bauen, noch dazu im historischen Gewand – das konnten sich nur Wenige vorstellen. Heute liegt es im Herzen der Stadt, ist das berühmteste Hotel Deutschlands…

… und erwirtschaftet eine hervorragende Rendite von ab 2017 fast 5 %, die ausgeschüttet und reinvestiert wird, damit das Haus top bleibt. Der Wert des Grundstücks hat sich von 1994 bis 2016 um sagenhafte 800 % gesteigert – auf 50.000 Euro/m². Und die langfristige Finanzierung konnten wir gerade jüngst neu vereinbaren – im historischen niedrigen Zinsumfeld. Nach vergleichbar guten Zahlen muss man lange suchen.

Und wie funktioniert nachhaltiges Management bei Ihren Shopping-Centern?

Anders und ähnlich zugleich. Als wir das Hamburger CityCenter Bergedorf 2007 übernahmen, hatte es mit seinen 17.000 m² Verkaufsfläche, vernachlässigter Substanz und problematischer Mieterstruktur, erhebliche Schwierigkeiten. Wir haben alles auf den Prüfstand gestellt. Der Eigentümer, ein internationaler institutioneller Investor, ist unseren Überlegungen gefolgt und hat in Bestand wie Erweiterung erheblich investiert.

Mit Erfolg?

Heute ist das CCB fast doppelt so groß – eine moderne Mall mit attraktiven Mietern und Kunden, weil unsere Konzepte aufgegangen sind. So konnten wir in den letzten fünf Jahren die Kundenfrequenzen um deutlich mehr als 20 % steigern – eine sehr beachtliche Zahl in Zeiten des wachsenden Online-Handels. Den Wert des Objektes CCB, soviel kann ich verraten, haben wir binnen weniger Jahre vervielfacht.

Wie gehen Sie an Ihre Office-Immobilien heran?

Mit der gleichen Philosophie – übrigens auch bei unseren Wohn-Immobilien. Und der Erfolg gibt uns dort ebenso Recht. Die Asset-Klasse mag zwar verschieden sein, aber wenn unsere Büro-Immobilien zu mindestens 95 % und damit de facto vollvermietet sind, dann machen wir schon viel richtig. Gleiches gilt für die von uns gemanagten Wohnanlagen, bei denen die Vermietungsquoten sogar noch leicht höher sind – übrigens über praktisch alle Lagen und Standorte hinweg.

Nachhaltiges Wirtschaften schafft nachhaltige Erträge. Das haben wir schon so praktiziert, als es den Begriff noch gar nicht gab. Das erfordert mitunter auch Ruhe und Gelassenheit in turbulenten Zeiten, die börsennotierte oder von Managern geleitete Unternehmen oft nicht haben. Als mittelständischer Familienbetrieb haben wir sie seit über 40 Jahren. Auch das ist nachhaltiges Management.